„Prekär, aber glücklich?“ – Neuer Beitrag in der Zeitschrift „MedienPädagogik“

Gemeinsam mit Valentin Dander Patrick Bettinger, Sandra Aßmann, Melanie Abendschein und meiner Wenigkeit wurde im Sommer 2014 eine Befragung von Wissenschaftler/-innen in Qualifizierungsphasen durchgeführt. Nach einer Präsentation der Ergebnisse im Rahmen der Sektionstagung und der Veranschaulichung der Ergebnisse über Poster und Infografiken sind die aus unserer Sicht zentralen Erkenntnisse nun auch verschriftlicht und in der Zeitschrift MedienPädagogik veröffentlicht.

Worum geht es?

Die Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse von Qualifikanden/-innen rücken zunehmend in das Interesse bildungspolitischer und öffentlicher Diskussionen. Selbst der Ausdruck ‹wissenschaftlicher Nachwuchs› steht in der Kritik. Der vorliegende Beitrag verortet die Situation der Medienpädagogik im deutschsprachigen Raum in dieser Debatte. Drei ausgewählte Schwerpunkte werden dafür in den Blick genommen: (1.) die Rolle von Wissenschaftlern/-innen in Qualifizierungsphasen im aktuellen Wissenschaftssystem, (2.) die Situation in der Disziplin der Erziehungswissenschaft sowie (3.) der Prozess der Prekarisierung in der Wissenschaft.
Die Frage, inwiefern die markierten Veränderungen des Wissenschaftssystems und damit zusammenhängende Herausforderungen auch Medienpädagogen/-innen im deutschsprachigen Raum betreffen, wird auf Basis einer online durchgeführten Fragebogen-Untersuchung mit 76 Teilnehmern/-innen diskutiert. In exemplarischer Betrachtung der Fragenkomplexe (1) Zufriedenheit mit Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen, (2) Betreuungssituation sowie (3) Work-Life-Balance zeigt sich einerseits eine allgemeine Zufriedenheit hinsichtlich der Möglichkeiten des selbstbestimmten Arbeitens, des sozialen Arbeitsumfelds sowie mit der Betreuung der eigenen Qualifikationsarbeit. Anderseits werden auch in der Medienpädagogik Probleme deutlich, die den wissenschaftlichen Nachwuchs disziplinübergreifend betreffen: Die mangelnde berufliche Sicherheit und Planbarkeit der Karriere zählen zu den grössten problematischen Aspekten für Wissenschaftler/-innen in Qualifizierungsphasen. (Dander et al. 2016, S. 1)

Poster und Infografiken?

Einen kleinen Einblick in die Ergebnisse liefert auch das bereits benannte Poster sowie die zugehörige Infografik:

dgfe_mpaed_nachwuchsumfrage

Poster zu den ersten Ergebnisse unserer Nachwuchsbefragung

dgfe-mpaed-nachwuchsumfrage_extended

Infografik zu den ersten Ergebnisse unserer Nachwuchsbefragung

Literatur

Dander, Valentin, Franco Rau, Patrick Bettinger, Sandra Aßmann, Melanie Abendschein. 2016. «Prekär, aber glücklich? Wissenschaftlicher
‹Nachwuchs› in der Medienpädagogik.» In: MedienPädagogik, 13. Juli, 1–19. www.medienpaed.com/2016/#dander1607.

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