Track Yourself – Ein Experiment zur Selbstvermessung

„Fueled by technological advances and social factors, the quantified self movement has experienced rapid growth.“ (Barcena, Wueest & Lau 2015)

Mithilfe von Smartphones und (häufig vorinstallierten) Tracking-Apps können wir unseren Tag vermessen: Wie viele Stunden habe ich geschlafen, wie lange war online auf einem Instant Messenger, wie lange habe ich Musik gehört oder Filme geschaut – all diese Fragen beantworten (vorinstallierte) Apps unterschiedlicher Smartphone-Hersteller. Zusätzlich ermöglichen Wearables die Vermessung von Bewegungs- und Fitness-Daten wie Schritte, Laufen, Radfahren oder andere sportliche Aktivitäten. Am Ende des Tages sehe ich meine Statistik: Wie viele Schritte bin ich gegangen, wie viele Minuten habe ich geschwitzt und wie hoch war mein Puls beim Training. Doch was macht diese Selbstvermessung mit uns bzw. wie vermessen wir uns?

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Screenshot der App zu den absolvierten Schritten (Wochenstatistik)

Am Arbeitsbereich Medienpädagogik stellen wir uns die Frage, wie das Datenfeedback unsere Wahrnehmung der eigenen (sportlichen) Aktivitäten sowie unser eigenes Handeln/Verhaltens beeinflusst. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, ein Selbstvermessung-Experiment durchzuführen: Drei Monate lang wollen wir (Petra Grell, Franco Rau, Marco Wolf, Corinna Hochrein und Sophie Schaper) Fitness-Armbänder tragen und uns dabei selbst befragen, was sich verändert. Gewählt haben ein Tracking-Device, das Schritte und Aktivitäten zählt, den Puls messen kann und über GPS verfügt, um gelaufene oder gefahrene Distanzen zu tracken. Zudem erkennt das Gerät automatisch Aktivitäten wie Radfahren oder Treppen steigen. Zusätzlich sind wir über gemeinsame Gruppe innerhalb einer Community miteinander verknüpft und können sehen, wer an welchem Tag am meisten Schritte gelaufen ist, die weiteste Distanz zurück gelegt hat oder am weitesten mit dem Fahrrad gefahren ist.

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Screenshot der App zur Herzfrequenz an einem Tag

In regelmäßigen Abständen befragen wir uns selbst in Bezug auf unsere Interaktion mit dem Gerät (z.B. „Welche Funktionen verwende ich?“) und unsere Reaktionen auf das Datenfeedback (z. B. „Wie gehe ich mit den erfassten Daten um?“). Auf das Resultat sind wir alle sehr gespannt und werden dies spätestens in drei Monaten mit Euch teilen!
Literatur und weitere Informationen

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