28. Februar 2021

Talk and Game On: Demanding Nature of Video Game Play (Guest: Nick Bowman)

Am 11.07. fand ein neuer Game On Workshop des Sommersemesters 2018 statt. Das diesmalige Thema war „Demanding Nature of Video Game Play“, was sich mit „die fordernde Natur von Videospielen“ übersetzen lässt. Der Workshop wurde von Frau Prof. Dr. Grell, Ann-Kathrin Steiner, sowie dem externen Gast Prof. Dr. Bowman gestaltet.

Mit dem Gedanken an Videospiele werden viele Begriffe in Verbindung gebracht – Freizeit, Unterhaltung, Spaß. Selten jedoch werden die Anforderungen die Videospiele an die Spieler_innen stellen betrachtet. Dabei bieten viele Spiele eine Bandbreite an verschiedenen Anforderungen, die im Spiel erbracht werden müssen. Diese interaktive „fordernde Natur“ der Videospiele wurde im Workshop genauer unter die Lupe genommen.

Dr. Nick Bowman, welcher Professor für Kommunikationswissenschaften an der West Virginia University in Amerika ist, leitete den Workshop mit einem Vortrag ein. In diesem wurden die verschiedenen Ebenen auf welchen Videospiele unsere Aufmerksamkeit fordern aufgezeigt. Die Anforderungen umfassen kognitive, emotionale, physische und soziale Entscheidungen der Spieler_innen. Kognitive Anforderungen können in Spielsituationen gegeben sein, die das Wahrnehmen und gezielte Erkennen voraussetzen, um einen Spielabschnitt bewältigen zu können. Im Bereich der emotionalen Anforderungen wird betrachtet wo Videospiele mit Emotionen arbeiten und wie diese das Spielverhalten beeinflussen können. Das Erreichen eines Ziels kann beispielsweise mit positiven Emotionen besetzt sein, der Verlust eines Mit-Charakters wiederum mit negativen. Beide Situationen können den weiteren Spielverlauf beeinflussen. Physische Anforderungen können auch Teil des Spielerlebnisses werden. Besonders mit der Technik der Virtual-Reality-Brillen wird dieser Aspekt ins Spiel mit eingebunden. Im Bereich der sozialen Anforderungen wird betrachtet inwiefern soziale Elemente das Spiel steuern. Der soziale Aspekt ist im Multiplayer-Modus deutlich vertreten, aber auch passive Zuschauer_innen können das Spielverhalten der aktiven Spieler_innen beeinflussen.

Anknüpfend an den vorgetragenen Input bot der Game On Teil des Workshops die Chance dazu, die verschiedenen Anforderungen in unterschiedlichen Videospielen zu suchen und selbst zu erleben. Die gesammelten Erfahrungen konnten anschließend im Plenum besprochen werden. Es ließ sich gemeinsam feststellen, dass in den Videospielen oftmals mehrere Anforderungen kombiniert, jedoch ein Schwerpunkt gesetzt wurde.